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Altersvorsorgedepot bei DEGIRO? Steuerfreie Depots in Europa

Ein Altersvorsorgedepot bei DEGIRO gibt es 2027 nicht, nur bei der Schwester flatex. Was der Staat zahlt und welche steuerfreien Depots Europa bietet.

Zune.Money TeamOctober 3, 202612 min read
Sechs gedeckte, leinengebundene leere Kassenbücher auf einem hellen Eichenregal, davor ein kleines Vorhängeschloss aus Messing, eine weiße Kaffeetasse und ein Eukalyptuszweig, als Sinnbild für steuerfreie Depots in Europa

Ein Altersvorsorgedepot bei DEGIRO wird es zum Start am 1. Januar 2027 nicht geben. Im Konzern flatexDEGIRO bietet nur die Schwestermarke flatex das neue geförderte Depot an. Wer sein DEGIRO-Konto behalten und trotzdem die staatliche Zulage mitnehmen will, braucht also ein zweites Depot.

Die Zulage von bis zu 540 € im Jahr gibt es nur im zweiten Depot, und ab dann liegt dein Vermögen in zwei Apps, die nichts voneinander wissen.

Deutschland ist damit nicht allein. Schweden, Frankreich und Italien haben seit Jahren steuerbegünstigte Depots. Spanien hat am 30. September 2026 eines eingeführt und zwei Tage später wieder verloren. Die EU-Kommission wünscht sich so ein Konto in jedem Mitgliedstaat.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Altersvorsorgedepot startet am 1. Januar 2027 und löst die Riester-Rente ab.
  • Der Staat legt bis zu 540 € im Jahr dazu, plus 300 € je Kind.
  • DEGIRO bietet es nicht an. Die Schwestermarke flatex hat drei Modelle angekündigt.
  • Mit zwei Depots zeigt dir keine App mehr dein ganzes Portfolio.

Was ist das Altersvorsorgedepot?

Das Altersvorsorgedepot ist ein staatlich gefördertes Wertpapierdepot für die private Rente. Du zahlst ein, der Staat legt eine Zulage dazu, und das Geld fließt zum Beispiel in breit gestreute ETFs. Neu ist, dass die Förderung auch ohne Garantie gilt. Wer Sicherheit will, kann weiterhin ein Garantieprodukt wählen.

Das Bundeskabinett hat die Reform am 17. Dezember 2025 beschlossen, der Bundestag am 27. März 2026, und der Bundesrat hat am 8. Mai 2026 zugestimmt. Die neuen Produkte gibt es ab dem 1. Januar 2027. Neue Riester-Verträge lassen sich ab dann nicht mehr abschließen.

Die Förderung in Zahlen

Die Fragen und Antworten der Bundesregierung nennen diese Eckdaten:

  • Grundzulage: 50 Cent je eingezahltem Euro bis 360 € im Jahr, darüber 25 Cent je Euro bis 1.800 €. Höchstens also 540 € im Jahr.
  • Kinderzulage: 300 € pro Kind und Jahr, in voller Höhe schon ab 25 € Sparbeitrag im Monat.
  • Berufseinsteigerbonus: einmalig 200 €, wenn du den Vertrag vor deinem 25. Geburtstag abschließt.
  • Einzahlung: bis 6.840 € im Jahr. Über 1.800 € hinaus steigt die Zulage aber nicht.
  • Kosten: im Standarddepot höchstens 1,0 % im Jahr.
  • Wer gefördert wird: Arbeitnehmer und zum ersten Mal auch Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende.

Dazu soll der Wechsel zu einem anderen Anbieter leichter werden.

Was die Zulage in Euro bedeutet

Zahl 1.800 € im Jahr ein, und der Staat legt 540 € dazu. Das sind 30 % Rendite, bevor die Börse etwas tut. Kein ETF der Welt verspricht dir das.

Mit Kind verschiebt sich die Rechnung weiter. Zahlt ein Elternteil mit einem Kind 150 € im Monat ein, sind das 1.800 € Eigenbeitrag. Darauf kommen 540 € Grundzulage und 300 € Kinderzulage, zusammen 840 €. Das sind knapp 47 % auf den eigenen Beitrag.

Jenseits von 1.800 € gibt es keine Zulage mehr. Bis 6.840 € darfst du trotzdem einzahlen, dann zählt nur noch, dass Erträge bis zur Rente steuerfrei wachsen. Ob sich das lohnt, hängt von deinem Steuersatz heute und im Alter ab. Das klärst du am besten mit einer Steuerberatung.

Steuern: später statt jedes Jahr

Im normalen Depot zahlst du laufend Abgeltungsteuer: auf Dividenden, auf Verkaufsgewinne und bei thesaurierenden ETFs auf die Vorabpauschale. Im Altersvorsorgedepot bleiben Erträge in der Ansparphase steuerfrei. Versteuert wird erst die Auszahlung im Alter.

Wie du die Vorabpauschale bei DEGIRO selbst ausrechnest, steht in unserem Artikel Vorabpauschale bei DEGIRO berechnen.

Altersvorsorgedepot bei DEGIRO: nein. Bei flatex: ja.

Am 24. September 2026 hat flatexDEGIRO drei Modelle für das Altersvorsorgedepot angekündigt. Sie laufen unter der Marke flatex, nicht unter DEGIRO.

ModellWas drin istKosten laut flatex
Standarddepot CoreEin Aktien- und ein Anleihen-Baustein0 € Depotgebühr, 0 € Orderprovision für Sparpläne und Einmalanlagen, Fondskosten (TER) fünf Jahre lang erstattet, danach höchstens 0,07 % im Jahr
Standarddepot PlusWeltweit gestreute Aktien, dazu Euro-Anleihen und GoldKonditionen folgen vor dem Start
Altersvorsorgedepot FlexEigene Auswahl aus ETFs und Fonds, bis zu 25 PositionenKonditionen folgen vor dem Start

Zwei Details stehen auf der Produktseite von flatex. Beim Core-Modell kommen marktübliche Spreads dazu, ganz kostenlos ist es also nicht. Und in beiden Standarddepots verschiebt sich die Gewichtung vor dem Renteneintritt automatisch Richtung Anleihen.

DEGIRO selbst bietet das Altersvorsorgedepot nicht an. Die Förderung gibt es für dich also nur mit einem zweiten Depot, bei flatex oder anderswo. Dein DEGIRO-Konto bleibt ein normales, voll steuerpflichtiges Depot, und die Quellensteuer auf US-Dividenden bringst du dort weiter selbst zur Anrechnung.

Altersvorsorgedepot-Anbieter: wer bisher dabei ist

flatex ist nicht der einzige Anbieter. Angekündigt haben das Altersvorsorgedepot unter anderem Trade Republic, Scalable Capital, ING, comdirect, DKB und Consorsbank.

Beim Vergleich helfen drei Fragen:

  • Was kostet das Standarddepot? 1,0 % im Jahr ist die gesetzliche Obergrenze, kein Richtwert. flatex liegt mit Core weit darunter.
  • Kannst du selbst auswählen? Dafür brauchst du ein freies Modell wie Flex. Auswahl und Kosten unterscheiden sich je Anbieter.
  • Wie kommst du wieder raus? Der Wechsel soll leichter werden. Prüfe trotzdem vorher, was er kostet.

Die laufenden Kosten außerhalb des geförderten Depots vergleicht unser Artikel Trade Republic vs DEGIRO (auf Englisch).

Was ist ein Spar- und Investitionskonto der EU?

Das Altersvorsorgedepot ist Deutschlands Version einer Idee aus Brüssel. Ein Spar- und Investitionskonto (englisch Savings and Investment Account, kurz SIA) ist ein Depot mit einfacher Steuerregel: Gewinne bleiben steuerfrei, werden erst später versteuert oder pauschal mit einem festen Satz besteuert.

Am 30. September 2025 hat die EU-Kommission dazu eine Empfehlung an die Mitgliedstaaten vorgelegt. In der deutschen Fassung heißen die Konten Spar- und Anlagekonten. Sie sollen Aktien, Anleihen und Investmentfonds ermöglichen, also auch ETFs. Die Kommission schlägt vier Steuermodelle vor: abziehbare Einzahlungen, steuerfreie Erträge, Steuer erst bei der Entnahme oder ein pauschaler Satz. Als funktionierende Vorbilder nennt sie das schwedische ISK und den französischen PEA.

Eine Empfehlung ist kein Gesetz, jede Regierung entscheidet selbst. Deshalb sieht die Karte unten so ungleichmäßig aus.

Dazu kommt ein Siegel. Im Juni 2025 haben sieben Länder Finance Europe gestartet: Deutschland, Frankreich, Spanien, die Niederlande, Portugal, Luxemburg und Estland. Das freiwillige Label bekommen Sparprodukte, die mindestens 70 % in europäische Anlagen stecken und auf fünf Jahre oder länger angelegt sind. Merk dir die 70 %.

Steuerfreie Depots in Europa: der Stand im Oktober 2026

LandKontoStatusSteuervorteilGrenzeBei DEGIRO?
DeutschlandAltersvorsorgedepotStart am 1. Januar 2027Zulage bis 540 € im Jahr, Steuer erst bei der Auszahlung6.840 € im JahrNein (die Schwestermarke flatex bietet es an)
SchwedenISKSeit 2012Pauschale Steuer auf den Kontowert, 2026 die ersten 300.000 Kronen steuerfreiKeineNein
FrankreichPEASeit 1992Nach 5 Jahren keine Einkommensteuer auf Gewinne, nur 18,6 % Sozialabgaben150.000 € EinzahlungNein
ItalienPIRSeit 2017Nach 5 Jahren keine 26 % Steuer auf Gewinne und Dividenden40.000 € im Jahr, 200.000 € insgesamtVor allem bei italienischen Banken und Fondsgesellschaften
SpanienCuenta Financia EuropaAm 30.9. eingeführt, am 2.10.2026 gekipptWar: erste 10.000 € Gewinn nach 5 Jahren steuerfreiWar: 150.000 €Entfällt
PortugalCIPI (Entwurf)Entwurf liegt der Regierung vorNoch offenNoch offenEntfällt
NiederlandeKeinsHängt an der Box-3-ReformEntfälltEntfälltEntfällt

Steuerregeln ändern sich, und deine persönliche Lage zählt. Nimm die Tabelle als Landkarte und kläre die Details mit einer Steuerberatung.

Schweden: das ISK als Vorbild

Im schwedischen Investeringssparkonto zahlst du beim Verkauf und auf Dividenden keine Steuer. Stattdessen fällt jedes Jahr eine kleine Steuer auf den Kontowert an. 2026 sind die ersten 300.000 Kronen steuerfrei. Darüber liegt der effektive Satz bei etwa 1,065 % im Jahr. Keine Einzahlungsgrenze, keine Sperrfrist. Ein ISK bekommst du bei schwedischen Brokern wie Avanza oder Nordnet, nicht bei DEGIRO.

Frankreich: der PEA

Im plan d'épargne en actions sind bis zu 150.000 € Einzahlung erlaubt. Nach fünf Jahren fällt auf Gewinne keine Einkommensteuer mehr an, nur Sozialabgaben, und die sind am 1. Januar 2026 von 17,2 % auf 18,6 % gestiegen. Ein normales Depot zahlt in Frankreich 2026 pauschal 31,4 %. Bei 20.000 € Gewinn sind das 6.280 € gegenüber 3.720 € im PEA.

Der Haken: Erlaubt sind nur Aktien aus der EU und dem EWR, dazu Fonds, die diese Regel erfüllen. Kein Apple, kein Microsoft, und kein PEA bei DEGIRO.

Italien: der PIR und ein neuer Vorschlag

Der PIR befreit nach fünf Jahren Haltedauer von der Steuer von 26 % auf Gewinne und Dividenden, bei höchstens 40.000 € im Jahr und 200.000 € insgesamt. Mindestens 70 % müssen aber in italienische Unternehmen fließen oder in EU-Unternehmen mit Niederlassung in Italien. Das ist eine Wette auf Italiens Nebenwerte, kein Platz für einen Welt-ETF.

Ende September legten AMF Italia, das Baffi-Zentrum der Universität Bocconi und der Broker Equita dem Wirtschaftsministerium den Entwurf eines italienischen SIA vor: EU-Aktien, Fonds und ETFs, eine niedrige Pauschalsteuer statt 26 %, keine Mindesthaltedauer. Ob er ins Haushaltsgesetz kommt, hängt am Geld.

Spanien: am Mittwoch eingeführt, am Freitag gekippt

Am 30. September 2026 stand im spanischen Amtsblatt das Real Decreto-ley 26/2026, ein Dekret zum Wohnungsmarkt. Darin steckte die Cuenta de Ahorro e Inversión Financia Europa, mit bis zu 150.000 € Einzahlung. Erlaubt waren börsennotierte Aktien von Unternehmen aus EU oder EWR oder Fonds und ETFs, die mindestens 70 % in europäische Anlagen (EWR) und mindestens 50 % in Aktien stecken. Nach fünf Jahren wären die ersten 10.000 € Gewinn steuerfrei gewesen. Dividenden fielen nicht unter den Steueraufschub. Auf 10.000 € Gewinn wären das 1.980 € gesparte Steuer gewesen.

Am 2. Oktober verweigerte der Kongress dem Dekret mit 178 zu 172 Stimmen die Bestätigung, und das Konto fiel mit. Verloren hat niemand etwas, denn ohne Ministerialverordnung durfte es noch gar nicht verkauft werden. Viele Berichte aus dieser Woche beschreiben es trotzdem noch als gültig.

Portugal und die Niederlande: warten

Portugal hat Rentenpläne (PPR) mit einem kleinen Steuerabzug. Die Marktaufsicht CMVM hat der Regierung den Entwurf eines echten Anlagekontos geschickt, der Conta Individual de Poupança e Investimento (CIPI). Beschließen muss das Parlament.

Die Niederlande tragen das Finance-Europe-Siegel mit, haben aber kein eigenes Konto. Die Regierung will die SIA-Idee erst nach der Box-3-Reform angehen, die für 2028 geplant ist.

Warum DEGIRO keines dieser Depots anbietet

DEGIRO verkauft in weiten Teilen Europas dasselbe Produkt, mit einer einzigen deutschen Banklizenz. Steuerbegünstigte Konten brauchen dagegen einen Anbieter, der die Steuermeldungen des jeweiligen Landes übernimmt und teils eine lokale Zulassung hat. Für Schweden schreibt DEGIRO sogar in seiner eigenen Hilfe, dass du dort kein ISK eröffnen kannst.

Die Ironie dabei: Die EU-Kommission wünscht sich ausdrücklich Anbieter, die solche Konten auch grenzüberschreitend anbieten, Neobroker eingeschlossen. DEGIRO ist genau so ein grenzüberschreitender Broker und hat trotzdem in keinem Land eines im Angebot.

Der Tausch lautet: niedrige Gebühren und überall dasselbe Konto, dafür kein lokales Steuerprodukt. Die Kostenseite zeigt unsere Aufschlüsselung der DEGIRO-Gebühren 2026 (auf Englisch).

Für die meisten DEGIRO-Kunden heißt das nicht „alles umziehen“. Es heißt zwei Depots: ein gefördertes für den Teil, der passt, und DEGIRO für den Rest.

Der Haken, über den kaum jemand spricht: deine Aufteilung zerfällt

Im Ausland ist das Problem offensichtlich: PEA nur EU und EWR, PIR 70 % Italien, Spaniens Konto europäische Aktien oder Fonds mit mindestens 70 % Europa, Finance Europe 70 % Europa. Das steuerbegünstigte Konto füllt sich mit Europa, die US-Aktien bleiben bei DEGIRO.

Das deutsche Altersvorsorgedepot ist bei den Regionen offener. Es teilt dein Vermögen trotzdem, nur entlang einer anderen Linie: Aktien gegen Anleihen. Die Standarddepots bei flatex mischen Anleihen bei und schichten vor dem Renteneintritt von selbst Richtung Anleihen um. Dein DEGIRO-Depot tut das nicht.

Ein Beispiel mit angenommenen Zahlen. Du hast 10.000 € im Altersvorsorgedepot, davon 60 % Aktien und 40 % Anleihen. Bei DEGIRO liegen 40.000 €, alles in Aktien-ETFs.

AnsichtAktienAnleihen
App des Altersvorsorgedepots60 %40 %
DEGIRO-App100 %0 %
Dein echtes Portfolio92 %8 %

Keine der beiden Apps rechnet falsch. Trotzdem zeigt dir keine das Portfolio, das du wirklich besitzt. Und mit jedem Jahr driften die Ansichten weiter auseinander, weil das geförderte Depot nach Plan umschichtet und DEGIRO nicht. Wer nach den Zahlen einer einzelnen App umschichtet, schichtet das falsche Portfolio um.

Bei Rendite und Dividenden ist es dasselbe. In einem Depot wachsen Erträge bis zur Rente steuerfrei, im anderen zahlst du jedes Jahr. Ausschüttungen landen an zwei Orten.

Genau dafür ist der DEGIRO Portfolio-Tracker von Zune.Money gebaut. Du importierst die DEGIRO-CSV, trägst die Käufe aus dem Altersvorsorgedepot als manuelle Transaktionen ein und siehst eine Aufteilung und eine Rendite für beide Depots.

In fünf Schritten zur Entscheidung

  1. Rechne deine Zulage aus. Für die volle Grundzulage reichen 150 € im Monat. Mit Kindern kommen je 300 € dazu.
  2. Prüfe, ob das Modell zu deinem Plan passt. Wer heute 100 % Aktien hält, sollte wissen, dass die Standarddepots bei flatex Anleihen beimischen.
  3. Denk an den Zeitraum. Das Altersvorsorgedepot ist ein Rentenprodukt. Geld, das du in den nächsten Jahren brauchst, gehört woanders hin.
  4. Vergleiche die Kosten. Ein zweites Depot heißt ein zweites Preisverzeichnis. Bei kleinen Beträgen frisst ein teures Depot einen spürbaren Teil der Zulage.
  5. Plane, wie du beide Depots verfolgst. Bevor du das zweite Depot eröffnest, entscheide, wo du die Summe siehst. Eine Tabelle hält ein paar Monate. Die erste Dividendensaison übersteht sie selten.

Wie das mit einem DEGIRO-Depot konkret aussieht, zeigt unsere Anleitung, wie du ein DEGIRO-Portfolio 2026 verfolgst (auf Englisch).

Was bis Januar noch passiert

Drei Entwicklungen zählen. Die deutschen Anbieter nennen ihre endgültigen Konditionen vor dem Start, bei flatex fehlen sie für Plus und Flex noch. Italiens Haushaltsgesetz für 2027 zeigt, ob der SIA-Vorschlag es hineinschafft. Und Spaniens Regierung muss entscheiden, ob sie das Konto noch einmal einbringt, diesmal ohne Wohnungsdekret drumherum.

Wenn du ab Januar zwei Depots führst, importiere deine DEGIRO-CSV in Zune.Money, ergänze die Käufe aus dem zweiten Depot von Hand und sieh dir das gemeinsame Portfolio an. Das dauert ein paar Minuten, und der kostenlose Plan reicht dafür.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich ein Altersvorsorgedepot bei DEGIRO eröffnen?

Nein. DEGIRO bietet das Altersvorsorgedepot nicht an. Im selben Konzern hat die Schwestermarke flatex am 24. September 2026 drei Modelle angekündigt, die mit dem Start am 1. Januar 2027 kommen sollen. Wer sein DEGIRO-Konto behält und die Zulage will, braucht ein zweites Depot, bei flatex oder einem anderen Anbieter.

Was passiert mit meinem Riester-Vertrag ab 2027?

Er läuft weiter. Es gibt keine automatische Kündigung oder Umwandlung, und du kannst den Vertrag weiter besparen. Neue Verträge nach dem alten Riester-Modell lassen sich ab 2027 aber nicht mehr abschließen. Wenn du willst, kannst du freiwillig in das neue Altersvorsorgedepot wechseln. Was dich der Wechsel kostet, erfragst du bei deinem Anbieter.

Was ist das Standarddepot im Altersvorsorgedepot?

Das Standarddepot ist das einfache, kostengünstige Grundmodell, das laut Bundesregierung bei jedem Anbieter verfügbar sein soll. Seine Kosten sind auf 1,0 % im Jahr begrenzt. Bei flatex besteht es aus einem Aktien- und einem Anleihen-Baustein, und vor dem Renteneintritt verschiebt sich die Gewichtung automatisch Richtung Anleihen. Wer selbst auswählen will, braucht ein freies Modell.

Lohnt sich das Altersvorsorgedepot auch mit kleinen Beträgen?

Gerade dann. Auf die ersten 360 € im Jahr legt der Staat 50 Cent je Euro drauf. Wer 30 € im Monat spart, bekommt 180 € Grundzulage, also 50 % auf den eigenen Beitrag. Die volle Kinderzulage von 300 € gibt es schon ab 25 € im Monat. Achte bei kleinen Summen besonders auf feste Gebühren.

Kann ich als Anleger in Deutschland ein ISK oder einen PEA nutzen?

In der Regel nicht. Diese Konten hängen am steuerlichen Wohnsitz. Den PEA gibt es für Steuerpflichtige in Frankreich, den PIR für Italien, das ISK für Menschen, die in Schweden Steuern zahlen. Wenn du umziehst, prüfe vorher, was mit dem Konto passiert, denn der Steuervorteil endet oder ändert sich oft.

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